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| Buchcover | Autor | Titel | Beschreibung |
| Bild | Autor | Leer | Beschreibung |
| Datum | Ereignis | Stamm | Häuptling |
| 21. Dezember 1866 | Captain William Judd Fetterman geriet mit 5 Kompanien in einen Hinterhalt von ca. 2000 Lakota, Cheyenne und Arapaho und wurde mit seinem gesamten Kommando von 81 Soldaten getötet. 10 Lockvögel (2 Cheyenne, 8 Lakota) unter dem Kommando von Crazy Horse lockten die Soldaten in das Tal des Peno Creek, etwa 2 Meilen von Fort Phil Kearny entfernt. Kein Soldat kam mit dem Leben davon. Die Lockvögel der Lakota waren American Horse, Young Men Afraid Of His Horses, He Dog, Little Hawk (der jüngere Bruder von Crazy Horse) sowie Big Nose und Bird Ash von den Cheyenne.) . 10:00 Uhr: Leutnant Wands führt auf Befehl von Oberst Carrington einen Holzfällerzug mit 10 Soldaten der Kompanie E unter Seargent Legrow nach 'Piney Island' südwestlich des Forts. 10'50 Uhr: Die Wachposten auf dem Sullivant Hill signalisieren mit Fahnen, dass der Holzfällerzug von einer großen Anzahl Indianer angegriffen wird. 11'15 Uhr: Auf Befehl von Oberst Carrington verlässt Hauptmann Fetterman mit der Kompanie A und Teilen der Kompanie C der 18. Infanterie (Infanteriesoldaten mit alten Springfield Muzzle-Loadern) das Fort. Der Befehl lautete, den Holzfällerzug zu befreien und zum Fort zurückzukehren. Auf keinen Fall sollten die Indianer weiter als bis zur Lodge Trail Ridge verfolgt werden. 11'30 Uhr: Leutnant George Grummond folgte Fetterman mit 25 Kavalleristen und zwei Zivilisten, James Wheatley und Issac Fisher. Etwas später folgte der Arzt den Soldaten. Grummont holte die Infanterie südwestlich des Sullivant Hill ein, wo der Big Piney überquert werden musste. Von da an ritten beide Einheiten gemeinsam weiter. Kurz vor 12:00 Uhr: Fetterman ritt in Richtung Lodge Tail Ridge. Die Infanterie war in der Mitte, Leutnant Grummond mit der Kavallerie an den Flanken und vor der Infanterie. Fetterman sah Indianer, die auf den steilen Hängen hin und her ritten und Decken schwangen, um die Pferde der Soldaten zu erschrecken. Die Infanterie schoss, die Indianer flohen außer Reichweite, kamen aber immer wieder zurück. Als Fetterman ganz oben war, sah er die kleine Gruppe Indianer, die Carrington zuvor mit der Haubitze beschossen hatte. Sie schlossen sich den Lockvögeln an. Unter den Lockvögeln befanden sich später so berühmte Häuptlinge wie Crazy Horse, Dull Knife, Black Shield, Big Nose und White Bull. | Northern Cheyenne (Cheyenne) Oglala (Lakota) Cheyenne Northern Arapaho (Arapaho) Miniconjou (Lakota) Miniconjou (Lakota) Oglala (Lakota) Oglala (Lakota) Oglala (Lakota) | Big Nose Red Cloud Medicine Man Little Chief Black Shield Hump Crazy Horse Young Man Afraid of his Horses He Dog |
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| Denkmal beim Fetterman Battlefield im Nordosten von Wyoming. Quelle: Daniel Thomet 2009 | |||
| 21. Dezember 1866 | 12:00 Uhr: Fetterman stand immer noch auf der Lodge Trail Ridge, wie von Carrington befohlen. Die Infanterie schoss auf Befehl auf die Indianer an der Bozeman Road. Nun tauchten die Indianer, die zuvor den Wagenzug überfallen hatten, in Fettermans Rücken am Fuße des Lodge Trail Ridge auf und ritten auf Fetterman zu. Fetterman hätte nun den Entschluss fassen können, zum Bozeman Trail hinunter zu reiten, so viele Indianer wie möglich zu töten und dann zum Fort zurückzukehren. Aber es kam anders. 11:35 Uhr: Die Wachen auf dem Sullivant Hill signalisieren mit ihren Fahnen, dass der Wagenzug nicht mehr angegriffen wird. 11:40: Carrington ließ mit den Haubitzen auf etwa 50 Indianer an der Stelle schießen, wo der Big Piney Creek die Bozeman Road kreuzt. Die Indianer ritten daraufhin die Hänge des Lodge Trail Ridge hinauf. Kurz nach 12 Uhr: Fetterman ließ die Infanterie und Kavallerie zum Bozeman Trail hinabreiten. Von hier aus wandte sich Fetterman jedoch entgegen dem Befehl von Colonel Carrington nach Westen, folgte der Bozeman Road und ritt in das Tal des Peno Creek. Rechts von ihm lag der Massacre Hill. 12:10 Die Lockvögel überquerten den Peno Creek am Ende des Massacre Hill, gefolgt von Grummonds Kavallerie. Die Infanterie folgte im Laufschritt. Nachdem die Lockvögel den Peno Creek überquert hatten, teilten sie sich in zwei Gruppen, ritten voneinander weg und dann wieder zurück zum Peno Creek. Dies war das Signal zum Angriff. Westlich des Massacre Hill ritten die berittenen Cheyenne auf die Soldaten zu. Die Oglala rückten zu Fuß vor. Vor lauter Angriffsgeschrei der Indianer müssen Fettermans Kommandos kaum noch zu verstehen gewesen sein. Grummond stoppte seine Kavallerie und Fetterman konnte etwas aufholen. Trotzdem wurden Infanterie und Kavallerie beim ersten Angriff getrennt. Nach etwa 15 Minuten konnten die Infanteristen ihre Stellung kaum noch halten und die Munition wurde knapp. Einige Männer verließen die Stellung und versuchten, sich zur Kavallerie durchzuschlagen. Kurz darauf brach die Stellung der zwei Zivilisten und der sechs Infanteristen zusammen. Diese kämpften bis zum Schluss mit Gewehrkolben, Bajonetten und Messern, bis der letzte Mann tot war. Der Rest der Kavallerie versuchte nun, die Anhöhe zu erreichen, und wollte wahrscheinlich über den Hügel in Richtung des Forts fliehen. Zu ihrem Entsetzen sahen sie aber, dass von der anderen Seite des Massacre Hill viele Indianer heraufkamen! Auf dem Hügel angekommen, stellten sich die Soldaten wie die Infanterie hinter kleinen, flachen Felsblöcken zur Verteidigung auf. 12:40 Zu diesem Zeitpunkt schickte Carrington weitere Verstärkung aus dem Fort. Die Indianerspäher sahen dies und meldeten es ihren Häuptlingen. Fettermans Infanterie suchte Schutz zwischen einer flachen Felsformation, die Kavallerie war etwa 100 Meter entfernt. Die Kavallerie war zu diesem Zeitpunkt bereits ohne Leutnant Grummond, der wahrscheinlich gleich zu Beginn des Kampfes gefallen war. Bei der Kavallerie, immer noch unten an der Bozeman Road, kämpften die Zivilisten Wheatley und Fisher mit 5 oder 6 Soldaten gegen die angreifenden Indianer. Die Indianer starteten einen letzten Angriff auf die unerfahrenen Kavalleristen. Um 12'50 Uhr war der Kampf beendet. Einer der letzten gefallenen Soldaten war der Trompeter Metzger, der mit seiner zerbeulten Trompete bis zum Schluss gekämpft hatte und mit 12 Wunden am Körper starb. Die meisten Soldaten starben durch Pfeile, da die Indianer zu diesem Zeitpunkt kaum mit Gewehren bewaffnet waren. 12:45: Hauptmann Ten Eck überquerte mit seinen 75 Soldaten den Big Piney Creek und erreichte eine Anhöhe rechts der Bozeman Road. Von hier aus ritt er auf den Peno Creek zu. 12:50: Hauptmann Ten Eyck erreicht mit seinen Soldaten eine Anhöhe östlich des Massacre Hill und kann ins Tal hinunter sehen. Die Indianer versuchen, Ten Eyck hinunterzulocken, doch dieser wartet und schickt einen Melder zu Carrington. 13:05 Uhr: Der Meldereiter Soldat Sample erreicht das Fort. Hauptmann Ten Eyck fordert erneut Verstärkung an. Carrington schrieb ihm eine Nachricht und verwies auf die 40 Soldaten, die kurz zuvor mit dem Ambulanzwagen und 3'000 Schuss Munition in Marsch gesetzt worden waren. Soldat Sample ritt zu Ten Eyck zurück und traf etwa zu der Zeit ein, als die Indianer das Tal zu verlassen begannen. Kurz darauf sahen Ten Eycks Männer zum ersten Mal die toten Soldaten im Schnee liegen. Carrington selbst blieb im Fort, da etwa 3/4 seiner Soldaten bereits im Feld waren. Er befürchtete einen Angriff der Indianer auf das leere Fort. Bis zum Abend des 21. Dezember wurden etwa 49 tote Soldaten auf Wagen ins Fort gebracht, die restlichen 32 Soldaten, vor allem Kavalleristen, erst am nächsten Tag. Der Holzfällerzug auf der Kieferninsel hatte von der Schlacht bei Fettermann nichts mitbekommen, sie waren zu weit weg, um den Kampflärm zu hören. Nach diesem Sieg war Red Cloud auf dem Höhepunkt seiner Macht, auch wenn er selbst nicht anwesend war. Aber er war der Organisator und führte die Stämme am Tongue River zusammen. Neben der Schlacht am Little Big Horn 1876 war die Schlacht von Fetterman die einzige Schlacht der US-Armee gegen die Indianer, aus der kein Soldat lebend zurückkehrte. Die Verluste der Indianer müssen beträchtlich gewesen sein. Die Schätzungen schwanken stark, aber man kann von etwa 60 oder mehr Toten und etwa 300 Verwundeten ausgehen, von denen schätzungsweise 100 später starben. White Elk, ein Cheyenne, wiederholte immer wieder, dass diese Schlacht mehr Tote gefordert habe als die Schlacht am Little Big Horn. Noch in der Nacht nach der Schlacht schickte Colonel Carrington einen freiwilligen Meldereiter nach Fort Laramie, um seine Vorgesetzten über die Katastrophe zu informieren und erneut um Verstärkung, Gewehre und Verpflegung zu bitten. Portugee Phillips ritt 236 Meilen durch Schneestürme. Er ritt nur in der Nacht. Am späten Vormittag des 24. Dezember erreichte er die Telegrafenstation 'Horseshoe Station', wo ein Telegramm nach Fort Laramie geschickt wurde. Das Telegramm kam nie an! Daraufhin ritt Portugee Phillips weitere 40 Meilen nach Fort Laramie. Zwischen 23 Uhr und Mitternacht traf es im Fort ein. Carringtons Nachricht wurde sofort nach Omaha, dem Hauptquartier seines Vorgesetzten General George Crook, weitergeleitet. Von nun an verbreitete sich die Nachricht von der Niederlage sehr schnell und landete bald in den Zeitungen. | Northern Cheyenne (Cheyenne) Oglala (Lakota) Cheyenne Northern Arapaho (Arapaho) Miniconjou (Lakota) Miniconjou (Lakota) Oglala (Lakota) Oglala (Lakota) Oglala (Lakota) | Big Nose Red Cloud Medicine Man Little Chief Black Shield Hump Crazy Horse Young Man Afraid of his Horses He Dog |